Geeignete Garne und Nadeln

Die Augen wollen nicht (mehr) so richtig? Du verlierst die Lust am Handarbeiten, weil es einfach zu anstrengend ist? Hier ein paar Tipps für die Auswahl der richtigen Werkzeuge und Garne zum Häkeln und Stricken.

Gut erkennbare Kontraste durch farbige Nadeln

Dass dunkle Farben bei nachlassendem Sehvermögen nicht besonders gut geeignet sind, versteht sich eigentlich von selbst. Aber vielleicht helfen ja schon entsprechende Nadeln, die einen Kontrast erzeugen. Kennt ihr die weißen Rundstricknadeln  oder die weißen Strumpfstricknadeln aus der Prym Ergonomics Serie? Mit ihnen lassen sich dunkle Farben etwas leichter verarbeiten. Außerdem sorgt die knubbelige Spitze dafür, dass man nicht so leicht ins Garn hineinsticht.

Und entsprechend gibt es von Prym auch schwarze Carbon Rundstricknadeln und Strumpfstricknadeln die vielleicht besonders gut für helle Garne geeignet sind.

Von ADDI gibt es die addiMystic Lace, eine farbig eloxierte Aluminiumnadel, die sich ebenfalls gut als Kontrast für helle Garne eignet – und sich darüberhinaus noch fast so warm wie Holz anfühlt. Auch diese Nadel gibt es als Rundstricknadel und als Nadelspiel

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Besonders gut geeignete Garne

Auf den ersten Blick scheinen dickere Garne fürs Häkeln oder Stricken bei verminderter Sehkraft am besten geeignet. Doch Vorsicht: locker verzwirnte Garne, in die man leicht hineinsticht oder auch flauschige, haarige Mohairgarne, die ein verschwommenes Maschenbild ergeben, sind ebenfalls nicht sehr gut geeignet.

Häkeln

Bei Problemen mit dem Sehen geht Häkeln häufig leichter als Stricken. Ich persönlich mag gehäkelte Kleidungsstücke nur dann, wenn sie locker und leicht daherkommen und nicht diesen typischen Brett-Charakter haben, den feste Häkelmuster schnell erzeugen. Ich suche mir also mitteldicke Garne aus, die zwar flauschig sind, aber doch eine klare, kompakte Fadenstruktur haben. Mein absoluter Favorit, der sich auch besonders gut für Menschen mit Augenproblemen eignet, ist die Lana Grossa Superkid Seta. Sie ist für Nadelstärke 5,5mm empfohlen, doch ich verhäkle sie mit Nadel 7 oder 8mm.

Stricken

Beim Stricken sollte man auf einen kompakten, nicht zu locker verzwirnten Faden achten. So genannte gefachte Garne, also Garne, bei denen mehrere Einzelfäden fast ungezwirnt nebeneinander liegen, sind eher ungeeignet, weil man leicht zwischen die einzelnen Fäden stechen kann. Solche gefachten Garne kann man häufig sehr günstig bei Spinnereien oder zum Beispiel in der Hamburger Wollfabrik erwerben. Ich persönlich mag diese Garne gar nicht, da sie irgendwie flach und leblos wirken. Deshalb hier keine Verlinkung.

Gerne verlinke ich – unbezahlt – auf einige Garnempfehlungen für Menschen, die schlecht sehen können und die ihr in dem Onlineshop meiner Freundin Dörte bestellen könnt:

Vegan Cashmere von Kremke (ach so, ja, diese Marke habe ich mal gegründet): 

Pure Tweed von Erika Knight

Oder etwas sommerlicher:  Morning Salutation

Und falls ihr es kuschelig mögt, die tolle Kremke Babyalpaka:

Alle diese Garne haben ein klar definierte Fadenstruktur und sind qualitativ top und machen Spaß (ich habe alle selbst ausgiebig getestet!)

Ich wünsche euch, dass Ihr trotz visueller Einschränkungen noch oder wieder Spaß am Stricken findet. Sehr empfehlen kann ich zu diesem Thema die Handarbeitslampe, die einige unsere Community Mitglieder getestet haben.

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