01 Dez. Erfahrungsberichte Karpaltunnelsyndrom
Erfahrungsberichte Karpaltunnelsyndrom
Erfahrungsbericht mit OP von Ria (89)
„Ich bin Ria, werde nächstes Jahr 90 und habe leidenschaftlich gern gestrickt. Seit einigen Jahren kann ich kaum noch stricken, weil ich auf einem Auge praktisch gar nichts mehr sehe und auf dem anderen auch nicht mehr so richtig gut. (Grad habe ich von der Handarbeitslampe gelesen. Das probiere ich demnächst einmal aus.)
Nun sind noch starke Handgelenk-Schmerzen dazugekommen, ein Karpaltunnelsyndrom. Da ich dasselbe Problem schon einmal vor einigen Jahren an der linken Hand hatte und operativ behandeln lassen habe, habe ich mich auch jetzt wieder zu einer Operation entschlossen. Das Ganze wird ja mit örtlicher Betäubung gemacht, ich brauchte also keine Vollnarkose.
Nach der OP
Direkt am Nachmittag nach der OP konnte ich nach Hause und musste versprechen, einige Tage später bei meinem Hausarzt vorstellig zu werden und den Verband wechseln zu lassen.
Die ersten Tage nach der OP war ich enttäuscht: Die Hand schwoll abends an und war taub. Doch nach einigen Wochen war es deutlich besser und ich bin zufrieden. Tagsüber bin ich schmerzfrei, abends werden die Hände noch etwas dick und ich kann in der Hand 3 erbsengroße Knubbel spüren, die aber nicht schmerzhaft sind. Insgesamt bin ich also zufrieden und habe keine Schmerzen mehr. Die Knebel stören mich nicht sehr und mit fast 90 dürfen die Hände auch ein bisschen knubbelig sein. Nächste Woche bringt meine Schwiegertochter eine Handarbeitslampe, Häkelnadel und dicke Wolle mit. Vielleicht probiere ich es noch einmal…“
Nachtrag: Tatsächlich! Mit der Handarbeitslampe, der dicken Holz-Häkelnadel (6mm) und passender Wolle, konnte ich wieder ein bisschen häkeln. Schön! Das nächste Kissenprojekt kann beginnen!
Erfahrungsbericht ohne OP von Britta E.
Ein Karpaltunnelsyndrom muss nicht immer operativ behandelt werden. Es gibt durchaus Übungen und Hilfsmittel, mit denen man auch ohne operativen Eingriff mit dieser Einschränkung leben und sogar handarbeiten kann. In diesem Erfahrungsbericht zum Thema Stricken mit Karpaltunnelsyndrom berichtet Britta E. wie sie ohne Operation mit ihrer Einschränkung umgeht:
„Nachts trage ich eine Schiene wie die hier gezeigte. Uund ich gehe ein bis zweimal im Jahr zum Osteopathen. Der hat mir auch Übungen mit dem Theraband gezeigt. Diese Kombination hält mich recht stabil, aber ich muss trotzdem immer mal Pausen beim Stricken einlegen.“
6. Der wichtigste Rat: Nicht aufgeben
„Nicht aufgeben.“
„Viele Pausen machen.“
Einige berichten sogar, dass sie trotz Schmerzen weitermachen und Wege finden, das Stricken in ihrem Leben zu behalten.
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