Erfahrungsbericht Stricken und Arthrose

Erfahrungsbericht Stricken und Arthrose

Arthrose ist das Schreckgespenst aller Kreativen. Das Handarbeiten wird schleichend schwieriger und irgendwann macht es gar keinen Spaß mehr, weil die Hände nicht mehr tun was sie sollen oder nur noch unter Schmerzen funktionieren.

 

In diesem Erfahrungsbericht schildert Ilona K, wie sie mit dem Thema „Stricken und Arthrose“ umgeht. „

Ich bin 69 Jahre alt und häkle und stricke seit meinem 12. Lebensjahr. Eigentlich habe ich immer etwas auf den Nadeln. Früher habe ich auch sehr viel mit dem Strickapparat gearbeitet, um meine große Familie – sieben Personen – regelmäßig mit Selbstgestricktem zu beglücken. Vor zwei Jahren wurde bei mir eine Rhizarthrose (die sitzt am Daumensattelgelenk) diagnostiziert, die mir besonders beim Handarbeiten Schmerzen bereitete. Eine Zeitlang habe ich zu kurze Häkelnadeln verwendet. Die haben dazu geführt, dass ich mich verkrampft habe. Arthrose hatte ich schon vorher, aber diese kurzen Nadeln haben mir den Rest gegeben und ich hatte solche Schmerzen, dass gar nichts mehr ging. Ich kann also nur empfehlen, lange Nadeln zu benutzen, die man locker halten kann. Ich habe dann eine Bandage empfohlen bekommen (siehe Foto) und nach einer längeren Pause habe ich vorsichtig wieder angefangen, zu stricken und zu häkeln. Heute bin ich schmerzfrei. Die Bandage hat eine Schiene, ist leicht und waschbar. Ich kann sie sehr empfehlen!“

 

Zu unserem ausführlichen Artikel über Stricken und Arthrose gelangt ihr hier.

Foto von einer therapeutischen Schiene, die um Handgelenk und Daumen liegt und dem Daumen halt gibt.
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Silke
Silke
3 Monate vor

Ich kann leider gar nicht mehr Stricken.

Nachdem ich wegen meiner Arthrose in den Daunensattelgelenken aufgehört hatte, habe ich es Anfang des Jahres mit ganz leichter Wolle und Nadelstärke 5 doch wieder probiert. Einen Seelenwärmer mit nur rechten und linken Maschen wollte ich so gerne machen. Das ging 1 Tag gut, nach dem 2. war wieder Schluss. 

Mit Orthese stricken geht gar nicht für mich und auch Ergotherapie macht es nicht viel besser. Weitere Hilfsmittel habe ich bis jetzt nicht ausprobiert.

Ich verzichte, wenn möglich, auf Industriezucker, um die Entzündungen nicht noch mehr anzuheizen.

Stollentrolla
Stollentrolla
2 Monate vor

Es ist etwas komplizierter mit meinen Händen. Tatsächlich sind bei mir beidseits nicht nur die Daumensattelgelenke betroffen sondern auch die Finger mit allen möglichen Gelenken. Es ist also eine Polyarthrose der Hände, mit allem was dazu gehört. Das hat sich in den letzten Jahren ziemlich verschlimmert.
Ich habe einiges ausprobiert, unter anderem Daumen-Schienen. Das aber nur, wenn wirklich nichts mehr ging und ich wegen Entzündung nicht mal mehr mit Messer und Gabel essen konnte. Stricken geht dann für mich gar nicht, die Schmerzen sind zu stark und die Schienen behindern.
Was ich mache, um das Stricken nicht ganz aufgeben zu müssen: Ich stricke (leider) deutlich weniger als früher. Wenn ich Schmerzen habe, stricke ich ein paar Tage gar nicht, auch wenn das schwer fällt. 
Ich verwende grundsätzlich nur noch Stricknadeln (Nadelspiele), die einigermaßen flexibel sind, d.h. aus Holz oder solche aus Kunststoff wie die Ergonomics Nadeln von Prym oder von anderen Herstellern. Starre Nadeln aus Metall gehen gar nicht, das merke ich sofort. 
Für größere Strickprojekte wie Pullover benutze ich Rundstricknadeln, am liebsten auch solche mit Holzspitze, die Aluspitzen von Addi gehen auch. Auf keinen Fall nehme ich Jacken-Stricknadeln alter Schule, die sind zu starr.
Bei der Nadelstärke nehme ich vorzugsweise Nadelstärken ab 2,5 mm, nur ganz ausnahmsweise bis 2 mm runter. Sehr dicke Stricknadeln sind auch nicht gut, da wird es meist zu anstrengend für die Hände. Also irgendeine Stärke zwischen 2,5 und 6 mm passt halbwegs. 
Wider Erwarten kann ich noch häkeln, hier am besten mit einer Häkelnadel mit dickem, ergonomischem Griff und mittlerer Stärke. 
 

Roswitha B.
Roswitha B.
1 Monat vor

Seit ich ca. acht Jahre alt bin stricke ist. Das sind mithin nun 55 Jahre. Leider wurde bei mir Daumensattelgelenksarthrose diagnostiziert. Zuerst dachte ich, dass Stricken gar nicht mehr möglich sei, aber mir hat ein Wechsel der Nadelstärke geholfen. Früher strickte ich gerne mit 4er oder 5er Nadeln, nun mit 3er und das klappt recht gut. Beim Häkeln benutze ich gleichfalls die Stärke 3, was ebenfalls gut funktioniert. Generell habe ich für mich insofern festgestellt, dass dicke Nadeln für mich nicht mehr geeignet sind. Aktuell arbeite ich an einem mehrfarbigen Pullover in Fair Isle Muster. Ich wechsele bewusst den Faden, d.h. ich habe nicht zwei Fäden auf der Hand. Dadurch lockere ich die Hand stets – und ich achte auf eine entspannte Haltung. Hinzukommt, dass ich klöppele, was mir gleichfalls hilft. Hierbei sind alle Finger gleichermaßen in Bewegung.

Esther
Esther
1 Monat vor

Ich bin 53 Jahre und schon immer gerne am Handarbeiten. In letzter Zeit habe ich sehr viel gestrickt und Schmerzen im rechten Daumensattelgelenk bekommen, was mich zu zeitweiliger Pause gezwungen hat. Gute Erfahrungen habe ich jetzt mit Retterspitz gemacht. Ich binde meine Hand über Nacht mit einer getränkten Bandage ein über die ich einen dünnen Baumwollhandschuh ziehe. Zudem stricke ich nur noch jeden zweiten oder dritten Tag, so kann ich die Schmerzen in Schach halten.